Projektleiter-Coaching: Bringt das was?

Coaching kann eine sinnvolle Sache sein. Manager der oberen Ebenen gönnen sich ja recht häufig diesen Luxus. Dabei bin ich ja der Meinung, dass Coaching dann am sinnvollsten ist, wenn Menschen neu in Führungspositionen kommen und sich in dieser Rolle zurechtfinden müssen. Gerade in Projekten ist es nach meiner Erfahrung häufig die Realität, dass Mitarbeiter zu Projektleitern benannt werden, die auf diese Rolle in keiner Weise vorbereitet wurden. Der frischgebackene Projektleiter soll einfach mal loslegen, sie oder er wird schon zurechtkommen. Vielleicht bekommt der PL noch gezeigt, wo das Projektmanagementhandbuch zu finden ist. Und wenn der neu ernannte Projektleiter lange genug quengelt, darf sie oder er sogar ein 2- oder 3-tägiges Projektmanagement-Seminar besuchen. Wenn es nicht zu teuer ist.

Coaching ist, wie ich finde, eine sehr effiziente und effektive Möglichkeit, einen Projektleiter zu unterstützen. Effizient, weil das Verhältnis von Kosten und Nutzen unschlagbar ist. (Was kostet es das Unternehmen, wenn das Projekt einen Monat zu spät abgeschlossen wird?) Effektiv, weil gutes Coaching sehr individuell und damit punktgenau ansetzt.

Voraussetzung ist natürlich, dass der Coach gut ist. Er muss sowohl in PM-Methoden als auch Soft Skills bewandert sein. Er muss aber vor allem in der Lage sein, den Coachee bei der Entwicklung seiner individuellen Stärken und seines individuellen Führungsstils zu beraten und tagesaktuell und situationsbezogen mit dem PL dessen Handeln zu reflektieren. Der Coach darf auf keinen Fall der heimliche Projektleiter werden, wo der Projektleiter und Coachee zum Handlager wird.

Richtig umgesetzt verkürzt ein Coaching-Programm die Lernphase für einen Projektleiter deutlich. Das Unternehmen kann sich schlecht laufende Projekte sparen, und der Projektleiter eine blutige Nase.

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